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      Güterwagen 1467

      Güterwagen 1467

      Status: rollfähig

      Dieser Wagen ist ein offener Güterwagen der Regelbauart E.

      Diese Wagen zeichnen sich durch einen flachen Boden und feste Seitenwände (Borde) mit einer großen seitlichen Tür aus. Der Boden besteht zwischen den Langträgern aus Holz, seitlich davon aus Blech. Sie sind vor allem für die Beladung mit nässeunempfindlichen Schüttgütern wie Sand, Kohle, Schrott, Stahl oder Holz geeignet. Durch die großen Stirnklappen auf beiden Seiten sind die Wagen dieser Bauart stirn- und seitenkippbar. An Ösen lassen sich Seile, Netze oder Planen zur Ladungssicherung anbringen.

      Bemerkenswerterweise wurde bei der Standardisierung des offenen Güterwagens der Gattung Es durch den UIC zwei Typen entwickelt. Der Typ 1 wurde in Paris entwickelt und geht wie die meisten anderen Standardgüterwagen auf französische Typen zurück. Der Typ 2, welcher dem Bundesbahn-Zentralamt in Minden entstammt, entspricht fast exakt den deutschen Omm-Wagen.

      Das Raw Dresden baut zwischen 1964 und 1978 über 25.000 Wagen entsprechend des UIC-Typs 2 für die DR, von denen rund 6.500 Wagen mit einer Handbremsbühne ausgestattet werden. Die als Ommu 40.0 bestellten Wagen erhalten bei der Auslieferung die Bezeichnung Ommu 5051 oder Es-u.

      Entwicklung des Bestands:

      • Ende 1993 hat die Deutsche Reichsbahn noch 9.694 Wagen im Bestand, davon sind 209 Wagen mit einer Handbremsbühne ausgerüstet. Die DB AG übernimmt über 2.000 Wagen ohne Handbremse und bezeichnet sie als Es025.
      • Im 3. Quartal 1999 sind noch 58 Es025 im Einsatzbestand.
      • Mitte 2000 sind es nur noch ca. 25 Wagen.
      • Bis Herbst 2001 sinkt der Zahl auf 10 Wagen.
      • Bis 2005 sind schließlich alle Wagen ausgemustert.

      Vorherige Bauartbezeichnungen:

      • Ommu 40.0 Bezeichnung bei Bestellung
      • Ommu / Es-u Bezeichnung bei Lieferung
      • ab 1965 Es

      Unser Wagen wurde 1977 vom RAW Dresden gebaut und mit der Nummer 01 50 5537 444-9 bei der Deutschen Reichsbahn in Dienst gestellt. Im Zuge der Bahnreform gelangte der Wagen 1994 zur DB AG.

      Nach seiner Ausmusterung wurde der Wagen an die Emscherpark Eisenbahn Tourismus Gesellschaft (EPEG) abgegeben, wo er als Kohlewagen für die 78 468 dienen sollte. Im Zuge der Übernahme der 78 468 durch die Eisenbahn Tradition Lengerich wechselte der Wagen 2007 ebenfalls seinen Besitzer.

      Da der Verein jedoch bereits über einen E-Wagen zum Kohletransport verfügte, wurde die angefangene Aufarbeitung des Wagen nicht weiter verfolgt und der Wagen als Reserve hinterstellt.

      Auf der VDMT-Tagung im Frühjahr 2018 kam der Wagen während der Abendrunde zur Sprache und es bot sich die Möglichkeit, den Wagen zum Schrottpreis zu erwerben. Nach einer Besichtigung wurden wir uns schnell handelseinig.

      Da die Lengericher Kollegen kurz darauf eine Sonderfahrt ab Hamburg anboten, gelangte der Wagen im Rahmen der Überführung zu uns nach Lüneburg.

      Technische Details